Chronische Erschöpfung

Samstag, 11. Oktober 2008

Immer müde, völlig ausgebrannt und nach der kleinsten Anstrengung bereits so erschöpft, dass ich im Sitzen eingeschlafen bin: Die chronische Erschöpfung wurde immer schlimmer.

Der erste Internist, mein Endokrinologe und der Frauenarzt erklärten mir übereinstimmend, dass mein »Zustand« ganz normal sei: Nach einer Schwangerschaft, nach einem Kaiserschnitt, in meinem Alter, mit Übergewicht und einer Baustelle, meiner Arbeit und einem Baby.

Anfangs glaubte ich auch noch, dass sie Recht damit hatten. Aber so nach und nach wurde mir klar, dass es nicht so einfach sein konnte.

Wir leben gesund. Das Baby ist für mich sehr stressfrei, da mein Mann ein volles Jahr Elternzeit genommen hat und wir uns außerdem noch durch eine Kinderfrau und gelegentlich eine Haushaltshilfe unterstützen lassen. Die Baustelle haben wir gar nicht weiter vorangetrieben, sondern in aller Ruhe das erste Jahr mit unserem Kind genossen - ein Luxus, den wir uns bewusst gegönnt haben.

Sicher, ich bin eine »späte Mutter«, die ihr Kind mit 41 bekommen hat. Es gibt allerdings nur eine einzige Einschränkung in meiner Lebensqualität, die ich in dem Zusammenhang tatsächlich feststellen kann: Superneidische junge Hausfrau- und Mehrfachmamis, die sich sehr über »alte Mamas mit nur einem Kind« giftig aufregen und niederträchtig ablästern, selbst wenn man sich persönlich gar nicht kennt.

Gegen und für diese Damen kann ich natürlich nichts tun. Wenn diese leicht durchschaubaren Frauen zufrieden wären, würden sie solche Aussagen wohl eher nicht nötig haben :-) und ich gehe ihnen aus dem Weg.

An denen kann es also auch nicht liegen.

Ich bin immer erschöpft und müde ...

... trotz Vitaminkuren, optimaler Lebensumstände, viel Schlaf und gesunder Küche - das muss andere Gründe haben. Dachte ich mir und begann zu notieren, was sich verändert hatte.

Zunächst einmal bekamen wir unglaublich viel Besuch, seit unsere Tochter geboren wurde. Hier wurden in den letzten Monaten mehr Kuchen, Muffins und Waffeln gebacken als in allen Jahren zuvor zusammengenommen.

Außerdem hatte ich versucht, mir Süßstoff abzugewöhnen, nachdem die Hebamme mir erklärt hatte, sogar weißer Zucker sei gesünder als künstliche Süßungsmittel. Komisch war nur, dass ich Kopfschmerzen bekam und total müde wurde, wenn ich einen Milchkaffee mit Zucker getrunken hatte.

Obwohl wir im Grunde sehr gesund einkaufen und kochen, gab es also diverse Ausnahmen und die häuften sich allmählich. Am schlimmsten war der Appetit auf Süßwaren, ein Heißhunger auf stärkehaltige oder zuckerreiche Speisen - der Süßhunger fing richtig zu nerven an und trieb mich sogar zu Nutellabroten.

*

Dann kam eine Freundin zu Besuch, die jeglichen Kuchen verweigerte unter Hinweis auf ihre Pilzinfektion im Darm. Da sie auch die Taufpatin unserer Tochter ist und wir uns öfter sehen, kaufte ich im Antiquariat das Buch Pilze im Körper: Krank ohne Grund? Pilzinfektionen erkennen und heilen, durch gesunde Ernährung vorbeugen. Köstliche Rezepte für die Heildiät gegen Pilze. und schaute mir die Ernährungshinweise an.

Und die Symptome.

Es gab eigentlich kaum eins auf dieser Liste, das ich nicht hatte.

Also fragte ich Internist, Endokrinologe und Frauenarzt nach einer Pilzinfektion, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass ich eine OP, eine Infektion während der Schwangerschaft und eine Stressphase hinter mich gebracht habe - alles Faktoren, die einen Darmpilz begünstigen können.

Wieder erklärten mir alle drei, es handele sich bei den so genannten Pilzinfektionen im Darm um dummes Zeug, eine Modekrankheit und damit war das Thema durch. Die Internistin meiner Freundin mit dem offiziell anerkannten Pilz im Mund, Magen und Darm wiederum ist die Ärztin, die ich auf der Startseite begrüsse, weil sie mich ohne ein Gespräch fortschickte.

Hilf dir selbst, sonst tut es keiner: Ein Sinnspruch, der ganz schön trifft.
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Nystatin

Persönlicher Erfahrungsbericht:

Hefepilzbefall im Darm, Pilzinfektion im Darm, auch Candida Albicans oder Darmpilz - die Therapie und Antipilz-Diät.

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